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Intern
    NMUN Delegation

    Grußwort von Prof. Dr. Gisela Müller-Brandeck-Bocquet

    Professur für Europaforschung und Internationale Beziehungen
    Jean-Monnet-Lehrstuhl
    Philosophische Fakultät II
    Universität Würzburg

    auch ehem. Schirmherrin der NMUN-Delegationen 2004-2016

    Seit vielen Jahren nehmen Studierende der Julius-Maximilians-Universität Würzburg am „National Model United Nations – NMUN“ teil. NMUN ist eine weltweit bekannte und sehr angesehene Simulation des UNO-Geschehens für Studierende aus aller Welt. Dabei haben die Delegationen die anspruchsvolle Aufgabe, einen ihnen zugewiesenen Staat möglichst realitätsgetreu in UNO- Debatten und -Verhandlungen zu vertreten. Die bisherigen Würzburger Delegationen hatten sich im NMUN-Rahmen mit sehr unterschiedlichen Staaten wie Sierra Leone, Nepal, Schweiz, Kasachstan, Venezuela, Jemen oder Afghanistan zu beschäftigen. Die aktuelle Delegation 2019 wird die Demokratische Republik Kongo (DRC) vertreten – erneut eine große Herausforderung!

    Die Würzburger NMUN-Delegationen haben allesamt ihre Aufgabe dank intensivster Vorbereitungsarbeiten und größtem Engagement hervorragend gemeistert und etliche der begehrten Preise (Awards) mit nach Hause gebracht. So wurden unsere Delegationen mehrfach mit einer „Honorable Mention“ gewürdigt. Auch die letztjährige Delegation (2018, Afghanistan) ist hochdekoriert aus New York zurückgekommen. Sie wurde als "Outstanding Delegation" ausgezeichnet, ihr wurde ein "Outstanding Position Paper Award" zuerkannt und sie erhielt einen "Peer Award" für die Arbeit in der (simulierten) Generalversammlung. Für all die Auszeichnungen nochmals herzlichen Glückwunsch!

    Das wichtigste Ziel von NMUN ist es, junge Menschen für die UNO zu interessieren und zu begeistern. Wie allgemein bekannt, ist die UNO nicht perfekt; aber sie ist das einzige Forum, dem nahezu alle Staaten dieser Welt (193) angehören, die dort gemeinsam die zentralen Fragen von Frieden, gerechter Weltordnung und Zukunftsfähigkeit erörtern und Weichen stellen können. Daher dürfen die „Vereinten Nationen“ den Weltbürgern nicht gleichgültig sein. Denn zur Lösung der zahlreichen aktuellen Krisen und Konflikte sind wir alle auf eine handlungsfähige, von den Bürgern und Staaten der Welt mitgetragene UNO angewiesen. Dies zeigt sich angesichts der nicht enden wollenden Bürgerkriege in Syrien, im Jemen und in manchen Regionen der DRCs ebenso wie im hochdringlichen Kampf gegen den Klimawandel oder gegen Fluchtursachen. Doch obwohl wir in der heutigen globalisierten und extrem ungerechten Weltordnung den institutionalisierten Multilateralismus, für den die UNO exemplarisch steht, so dringend brauchen, bläst ihm und ihr derzeit ein scharfer Wind entgegen. Indem die Würzburger Studierenden an NMUN teilnehmen, setzen sie ein Zeichen zur Verteidigung der Weltorganisation.

    Ich wünsche nun der 2019er Delegation, die erneut Studierende aus den verschiedenen Fakultäten unserer Universität zusammenführt, eine spannende, interessante und ertragreiche Vorbereitungszeit sowie viel Erfolg bei ihrem Einsatz am Hauptsitz der UN in New York im kommenden Frühjahr.

    Ich werde Ihr Projekt weiterhin mit aller Kraft unterstützen. Ich bitte auch alle Einrichtungen und Unternehmen, die von der Würzburger NMUN- Delegation kontaktiert werden, um großzügige finanzielle Unterstützung dieses so sinnvollen studentischen Projekts.