piwik-script

Intern
    NMUN Delegation

    IAEA

    International Atomic Energy Agency (IAEA)

    Angola’s amazing achievements in the Atomic Agency”

    Angolas Interessen in der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) zu vertreten – das war unsere Aufgabe während der fünftägigen NMUN-Konferenz in New York.

    Die IAEO, gegründet 1957, beschäftigt sich mit Fragen und Problemen aller Art zu Themen der weltweiten nuklearen Sicherheit. Diese reichen von der friedlichen Nutzung von Nukleartechnologie – wie etwa in der Medizin oder Landwirtschaft – über die Überwachung von Sicherheitsstandards in Kernkraftwerken bis hin zu Verträgen über die Nichtverbreitung nuklearer Waffen, wie zum Beispiel im Atomwaffensperrvertrag.

    Das Thema, mit dem wir uns während der Konferenz beschäftigten, konnte aktueller nicht sein: Provokationen aus Nordkorea, Ermahnungen aus den USA, Angst in Japan. Es ging um die nukleare Situation in Nordkorea, welche während der Verhandlungen in unserem spannenden Komitee nicht brenzliger hätte sein können.


    Franziska und Marcel im IAEA Komitee

    Die mediale Präsenz des Themas erleichterte uns die Vorbereitungen sowie den Einstieg in die Verhandlungen sehr. Zunächst galt es, den angolanischen Standpunkt zur Situation in Nordkorea herauszufinden: „unser“ angolanischer Außenminister hatte zwar die Freundschaft und Solidarität mit dem asiatischen Staat gelobt, jedoch auch, wie die meisten anderen IAEO-Mitgliedstaaten bekräftigt, dass nur Diplomatie, Verhandlungen und Gespräche zu Frieden und Sicherheit in der Region führen können. 

    Der Großteil der anwesenden Delegationen hielt ebenfalls Diplomatie für den bestmöglichen Lösungsweg. Eine Gruppe europäischer Staaten drängte zudem auf die Verschärfung der bestehenden Sanktionen, stieß dabei allerdings auf Widerstand aus so gut wie allen Schwellen- und Entwicklungsländern.

    Zu Beginn der Konferenz bildeten sich schnell verschiedene, meist regionale Gruppen. So arbeiteten wir anfangs hauptsächlich mit den anderen afrikanischen Delegationen zusammen. Um am Ende jedoch eine stärkere Resolution mit möglichst vielen Unterstützern verabschieden zu können, sollten die verschiedenen Arbeitspapiere zu einer gemeinsamen Resolution zusammengefügt werden. Wir durften hierbei als Vertreter der afrikanischen Gruppe unsere Punkte einbringen und somit unsere Interessen gegen Länder wie China, Brasilien oder Frankreich durchsetzen.

    Der Hauptpunkt unserer Resolution war neben der Verurteilung weiterer Sanktionen gegen Nordkorea die Wiederaufnahme diplomatischer Gespräche unter Einbeziehung des Landes. Diese Resolution wurde am letzten Konferenztag mit breiter Mehrheit verabschiedet; die Mühen und Strapazen hatten sich also gelohnt. 

    Insgesamt wurden sehr gute Resolutionen verabschiedet, die wohl auch in der Realität einen Beitrag zur friedlichen Konfliktlösung leisten könnten. Die Konferenz war für uns arbeitsintensiv und anstrengend, hat uns aber auch wertvolle Einblicke in die Arbeit als Diplomat gegeben und schöne Erinnerungen beschert.

    Marcel Gernert und Franziska Riedel

    Resolutions of the IAEA.